Boot 2018

Die Anzahl der Besucher bzw. Gespräche war verglichen mit den Zahlen des Vorjahres etwas niedriger. Dafür waren die Gespräche intensiv bzw. ausführlicher. 

In diesem Jahr hatten wir mit ca. 33 m² einen etwas größeren Stand als im letzten Jahr mit 24 m² Standfläche zur Verfügung und konnten die Gespräche mit unseren Gesprächspartnern auch „im“ Stand und nicht immer nur „im“ Gang führen.  Das Thema in diesem Jahr war “Sicheres Retten und Bergen“. Diese Lage wurde eindrucksvoll durch ein Diorama mit entsprechenden Fotos und der zu verwendenden Ausrüstung dargestellt. Außerdem konnten wir mit Hilfe eines großen Bildschirms auch Filmausschnitte von unseren Live-Vorführungen während der Messe „A+A“ zeigen Wir haben ebenfalls Bilder und Filmausschnitte zu dem Thema „Einsatz in überfluteten Gebäuden“ gezeigt.  

Anstelle von einer Vorführung im Tauchturm haben wir auch in diesem Jahr an drei Tagen einen kurzen Trailer mit den Inhalten des Films vom Stand gezeigt und dazu in einem Interview die Aufgaben der DLRG-Einsatztaucher erläutert.

Die wichtigsten Gesprächsinhalte:

DLRG-Taucher/Tauchlehrer/Tauchwarte (aus allen Bundesländern)

Hier gab es besonders viel Informationsbedarf zu dem Wechsel des Bundesbeauftragten mit dem gesamten Team. Die Gesprächsteilnehmer waren offensichtlich von ihren Technischen Leitern kaum oder gar nicht informiert worden. Es wurde sehr häufig Unverständnis bzw. Verärgerung über die Vorgehensweise geäußert, hier insbesondere der Umgang mit langjährig tätigen ehrenamtlichen Mitarbeitern. Ausbildung/Prüfungen/Crossover/Vorschriften (hier insbesondere die neue PO Tauchen mit der Möglichkeit des Crossover vom Freizeitgerätetaucher zum ET1 und auch die GUV-Regel)  Informationen über ausgestelltes Material der Firmen AquaLung bzw. Materialstelle und der Firma Tatum. Erneut viele Anfragen gab es bezüglich der Zertifizierung von Ausrüstungen und welche Ausrüstungen für die jeweilige Gliederung sinnvoll sind. Besonderes Interesse galt dem Thema „UW-Kommunikation“. Unsere Experten konnten hier wieder kompetent Auskunft erteilen und beraten. Auffällig war wie immer, dass in vielen DLRG-Gliederungen die Möglichkeit der DLRG-Taucherausbildung nicht bekannt ist und offensichtlich im Auftrag oder auch ohne Auftrag der jeweiligen Gliederung von Tauchlehrern anderer Verbände ausgebildet wird. Immer mehr  brüsten sich sogar damit, dass sie die gesamte Logistik der DLRG (Bad, Boot, Fahrzeug etc.) für ihre kommerzielle Ausbildung nutzen und wie gut das funktioniert. Diese Problematik gibt es offensichtlich nur im Fachbereich Tauchen. Vorstellung des neuen Flyers „Einsatztauchen“ und erneute Vorstellung der Flyer aus den verschiedenen Fachbereichen „Einsatz“. Immer wieder Klagen darüber, dass angeblich Informationen von der Bundes-, Landes- und Bezirksebene nicht „vor Ort“ ankommen. Außerdem gab es häufig Fragen, wo man gezielt Auskunft über bestehende Einsatztaucher-Gruppen bekommen kann. 

Taucher und Tauchlehrer von in- und ausländischen Verbänden wie VDST, PADI, SSI, I.A.C, Barakuda etc. 

Informationen und Gedankenaustausch zu Umschreibungen und zur weiteren Zusammenarbeit, aber auch zu den vom VDST gekündigten Verträgen mit den anderen Partnerverbänden.

AquaMed

Hotline und Versicherung Information darüber, dass Taucher in Spanien und Portugal neuerdings eine Haftpflichtversicherung nachweisen müssen.

Polizei- und Feuerwehrtaucher

Informationsaustausch über durchgeführte Einsätze. Großes Interesse an der präsentierten Ausrüstung, insbesondere Kommunikation und SLS. 

Militär- , Feuerwehr-, Berufs- und Forschungstaucher

insbesondere aus asiatischen und Ostblockländern aber auch aus mitteleuropäischen Ländern Informationen über ausgestelltes Equipment.

Freizeitgerätetaucher der DLRG 

Anfragen von insbesondere jugendlichen Freizeitgerätetauchern nach Möglichkeiten der Aus- und Fortbildung innerhalb der DLRG. Fehlende Informationen in den Gliederungen  wurden auch hier beklagt. 

Kinder, Jugendliche und Familien

Informationen über alle Ausbildungswege und –möglichkeiten, Betätigungsfelder und Mitgliedschaften in der DLRG. Hier wurden insbesondere Hinweise auf die Vorführungen der DLRG in Halle 13 und 14 gegeben.

DLRG-Mitglieder (aus allen Bundesländern)

Informationen zu allen DLRG-Ausbildungen/Prüfungen/Einsätzen und über das Kindergartenprojekt. Großes Interesse für „Bufti“-Ausbildung und Rettungswachdienst an der Küste. 

DLRG-Tauchturm in Berlin 

Information über die Nutzungsmöglichkeiten des Tauchturms auch durch Nicht-DLRG-Taucher. 

Hersteller und Verkäufer von Tauchausrüstungen

Interesse und Angebote von verschiedenen Herstellern, mit der DLRG zusammenzuarbeiten.

Bundeswehr 

Intensiver Gedankenaustausch 

Tägliche Expertenrunde

Unsere Expertenrunde wurde erneut gut angenommen und soll nach Meinung der Beteiligten auch 2019 durchgeführt werden. 

Standfete 

Die Standfete fand aufgrund des Platzmangels am Stand nicht statt. Dies wurde von vielen bisherigen Teilnehmern ebenfalls sehr bedauert. 

Berichterstattung 

Eine aktuelle Berichterstattung über das „Boots-Tagebuch“ (wie in der Vergangenheit) erfolgte in diesem Jahr nicht.